Blutegeltherapie

 

Der Blutegel gehört zur Gattung der Gürtelwürmer. Er besitzt 3 Kiefer die sternförmig angeordnet sind mit je 80 Zähnchen. Durch den Einsatz von Blutegeln in der Praxis kann ein kleiner Aderlass gemacht werden- daher wird die Hirudotherapie auch zu den Ausleitungsverfahren gezählt. Zudem enthält der Speichel der Egel nicht nur gerinnungshemmende Stoffe wie Hirudin und Calin, sondern auch bestimmte Enzyme, welche entzündungshemmend, gewebelockernd und schmerzlindernd wirken.

Der Einsatzbereich der kleinen Tierchen ist groß. Er kann helfen bei:

  • Krampfadern
  • Muskelverspannungen
  • Arthrose
  • Kopfschmerzen
  • Prellungen und Verstauchungen
  • Tinnitus
  • uvm.

Bei der Therapie werden die Blutegel an betroffene Stellen des Körpers oder auf bestimmte Akupunkturpunkte aufgesetzt. Durch das saugen der Egel, wird der Lymphfluss angeregt und es kommt zum abtransport von Schlacken. Zudem werden die bereits erwähnten Substanzen ins Blut abgegeben und sorgen so für Schmerzlinderung und eine bessere fließeigenschaft des Blutes.

Durch die gerinnungshemmende Wirkung von Hirundin und Calin kommt es zum Nachbluten (12-24 Std.) der Wunde. Daher wird im Anschluss an die Behandlung die Wunde mit einem sterilen Verband versorgt. Sollte sich die zu behandelnde Stelle an einem Bein befinden, ist es wichtig dies hochzulagern.

Daher sollte der Einsatz von Blutegeln als mögliche Therapiform gut geplant sein, so dass die Nachbehandlung auch in Ihrem Alltag gut umsetzbar ist.

Der Einsatz von Blutegeln beim Tier

Auch beim Tier finden die Blutegel ihren Einsatz. So können sie z.B wertvolle Hilfe leisten bei:

  • Hämatomen
  • Phlegmone
  • Arthrose und Arthritis
  • Spat
  • Hufrehe
  • verhärtetes Gewebe
  • Narbengewebe
  • Sehnenscheidenentzündungen

Die Blutegeltherapie bei Tieren ist seit dem Inkrafttreten des Tierarzneimittelgesetzes ( 28.01.2022 ) nur noch auf Verordnung des Tierarztes bzw. dessen Behandlungsanweisungen möglich. D.h. du musst ihn einfach nach der Möglichkeit fragen, Blutegel anzusetzen. Die meisten Tierärzte sind hier sehr kooperativ und stellen eine Verordnung an den Tierheilpraktiker aus.